„Bacchae - Prelude to a purge“
Tanz
Marlene Monteiro Freitas

Choreographie Marlene Monteiro Freitas
Licht und Raum Yannick Fouassier
Ton Tiago Cerqueira
Stühle João Francisco Figueira, Luís Miguel Figueira
Recherche Marlene Monteiro Freitas, João Francisco Figueira
Mit Andreas Merk, Betty Tchomanga, Cookie, Cláudio Silva, Flora Détraz, Gonçalo Marques, Guillaume Gardey de Soos, Johannes Krieger, Lander Patrick, Marlene Monteiro Freitas, Miguel Filipe, Tomás Moital, Yaw Tembe
Einführung und besondere Informationen

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

In Euripides Tragödie Die Bakchen werden Frauen vom Gott Dionysos (Bacchus) so sehr in einen Rausch versetzt, dass die Mutter den eigenen Sohn zerreißt. Marlene Monteiro Freitas, Preisträgerin des Silbernen Löwen für Tanz der Biennale Venedig 2018, überträgt die Ekstase in die Gegenwart.

Ihre frenetische Choreographie changiert zwischen dionysischen und apollinischen Zuständen und zeigt in erstaunlichen Bildern die Wirkung von Disziplin und Verausgabung und wie sich Konventionen in die Physis einschreiben. Mit nichts als ihren Körpern und Notenständern demonstriert das Ensemble aus acht Tänzer*innen und fünf Trompeter*innen die Entstehung des Tanzes aus der Musik. Bacchae entfaltet sich als rasende, rhythmisch treibende Komposition. Filmausschnitte des Dokumentarfilmers Hara Kazuo werden genauso zitiert wie die Arbeiten Pier Paolo Pasolinis. Hochund Popkultur, Groteske und Lächerlichkeit, Selbstoptimierung und rauschhafte Selbstaufgabe verbinden sich zu einem grenzüberschreitenden Werk. Bis zur Erschöpfung verausgaben sich die Performer*innen, unterziehen sich einer stetigen Metamorphose und streben auf bizarre Weise nach der titelgebenden Reinigung (to a purge).

Künstler*innengespräch am 30. August im Anschluss an die Vorstellung.
(Ruhrtriennale 2019)

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