„Ensaio para uma Cartografia“
Tanz
Mónica Calles

Besetzung
Regie Mónica Calle
Performance Ana Água, Carolina Varela, Cleo Tavares, Eufrosina Makengo, Lucília Raimundo, Mafalda Jara, Maria Inês Roque, Marta Félix, Miu Lapin, Mónica Calle, Roxana Ionesco, Sílvia Barbeiro, Sofia Dinger
Licht José Álvaro Correia
Lichtsteuerung Renato Marinho
Sounddesign, Beratung Adaption Sérgio Henrique
Regieassistenz José Miguel Vitorino
Produktion Inês Vaz, Sergio Azevedo
Weitere Performerinnen von "Ensaio para uma Cartografia" Brígida Sousa, Inês Pereira, Inês Vaz, Joana Campelo, Joana de Verona, Mónica Garnel, Sofia Vitória

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Calles Arbeit Ensaio para uma Cartografia (Versuch einer Kartografie) bringt in einer höchst reduzierten und präzisen Bewegungssprache die emanzipatorische Kraft von zwölf Frauen zur Geltung. Eine von ihnen – die Choreografin Mónica Calle - hält zu Beginn des Stücks eine sehr persönliche Rede über die Anlässe dieser Arbeit. Die Tänzerinnen entkleiden sich, stellen sich in einer Keilformation auf und fangen an, sich zu Musik von Ravel, Strawinsky und Beethoven zu bewegen. Was wir dann hören, wenn die Musik stoppt und die Tänzerinnen inne halten, ist die Tonaufnahme einer Orchesterprobe, in der ein Dirigent rüde und disziplinarisch Musiker*innen tadelt. Was wir sehen, sind die ausdauernden Tänzerinnen, die darum kämpfen, den Einsatz aller körperlichen Ressourcen immer und immer wieder mühelos aussehen zu lassen. Keine der Frauen ist klassisch ausgebildete Tänzerin oder Musikerin und genau darin besteht ihre Freiheit. Sie konterkarieren ein fortwährendes Feilen an Perfektion und verschieben Grenzen zwischen Musik und Bewegung – ein dringliches Plädoyer dafür, gemeinsam mehr zu wagen.

Die Regisseurin und Choreografin Mónica Calle betreibt in Lissabon seit fast 30 Jahren das Casa Conveniente, das sich einen Ruf als engagiertes Theaterlabor erarbeitet hat. International sind ihre Arbeiten bisher ein Geheimtipp geblieben. Mit Menschen, die sich in Umbruchphasen befinden, am Rand der Gesellschaft stehen, probt Calle den Gegenentwurf zu einer durchnormierten, kapitalistischen Gesellschaft: die widerständige Schönheit und Stärke der Unvollkommenheit.
(Ruhrtriennale 2019)

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