Torsten Bauer
© Birgit Hupfeld
„Tod eines Handlungsreisenden“
Schauspiel
Arthur Miller
Premiere: 12. April 2019

Als Willy Loman eines Morgens aus unruhigen Träumen erwacht, wünscht er seiner Frau einen guten Morgen, aber sie sieht total verändert aus. Er geht auf die Arbeit und trifft dort seinen Chef, und auch ihn erkennt er kaum wieder. Der Chef ist unfassbar jung geworden. Er sagt zu Willy, die Arbeit habe schon eine Andere für ihn erledigt. Trotzdem nimmt Willy sein Vertreterköfferchen und fährt nach Neuengland, um Produkte zu verkaufen. Auf dem Highway sieht er nur ganz junge Menschen hinter den Steuern, sie sehen alle fast aus wie Kinder. Was ist passiert?

„Tod eines Handlungsreisenden“ erzählt von einem Mann, der sich nicht mehr zurechtfindet. „Ich bin unersetzlich“ – mit diesem Selbstverständnis ist Willy Loman bisher durch die Welt gegangen. Auf einmal lassen seine Kräfte nach und sein Einfluss droht zu schwinden, auch innerhalb der Kleinfamilie. Er versucht unter Einsatz aller Kraft und Fantasie, sein Lebenskonstrukt aufrechtzuerhalten. Denn Willy ist kreativ, unabhängig und er hat eine klare Vision von Erfolg. Er ist Hochstapler, Ernährungsexperte und Zweifler in einem – ein moderner Mann? Arthur Millers Stück aus dem Jahr 1949 ist eine psychologisch fein gezeichnete Skizze über das Zerbrechen von Lebensentwürfen und über den Schmerz, den es mit sich bringt, die eigene Identität radikal infrage zu stellen.
(Theater Oberhausen)

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