„Evolution“
Konzert
György Ligeti

Besetzung
Orchester Bochumer Symphoniker
Regie Kornél Mundruczó
Musikalische Leitung Steven Sloane
Text Kata Wéber
Bühne Monika Pormale
Kostüm Monika Pormale, Melinda Domán
Licht Felice Ross
Dramaturgie Soma Boronkay
Künstlerische Produktion Dóra Büki
Chor Ágnes Szalai, Ágnes Bálint, Eszter Dóri, Andrea Fekete, Eszter Puskás, Aliz Kiss, Tibor Kun, Czier Zoltán, István Gáspár
Mit Yeree Suh (Sopran), Virpi Räisänen (Mezzosopran)
Schauspieler*innen des Proton Theater Lili Monori, Annamária Láng, László Katona, Harald Kolaas, Roland Rába
Chor Staatschor Latvija

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Im Zentrum der Aufführung steht György Ligetis Requiem aus dem Jahr 1965. Von der klassischen Form wählte der Komponist nur die Teile, die der Trauer und dem Zorn gewidmet sind. Kornél Mundruczó, ungarischer Film und Theaterregisseur, dessen verstörend realistische Erzählweise ihn international berühmt machte und der im vergangenen Jahr Hans Werner Henzes Oratorium Das Floß der Medusa für die Ruhrtriennale szenisch befragte, stellt mit diesem gewaltigen Werk das Thema der Wiederholung ins Zentrum seiner Auseinandersetzung. Diese versteht er wie Sören Kierkegaard nicht als Erinnerung, sondern als ein nach vorne gerichtetem Denken, das sich mit der Vergangenheit beschäftigt. In der Inszenierung durchlaufen wir drei Zeiten: Die Begegnung mit dem Grauen der Vergangenheit, das traumatisierte Schweigen in der Gegenwart und eine Ahnung von einer zukünftigen Welt, in welcher die künstliche Intelligenz dem Be griff des Gedenkens, Erinnerns und der Sprache – scheinbar unschuldig – keinen Raum mehr lässt. Die Uraufführung wird sich zwischen Konzert und Theater bewegen; entwickelt wird sie mit der freien Theatergruppe Proton Theater und den Texten der Dramatikerin Kata Wéber.
(Ruhrtriennale 2019)

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