„5. Sinfoniekonzert - Philosophie“
Konzert
J. Haydn, L. Bernstein, R. Strauss

Musikalische Leitung: Rasmus Baumann
Violine: Akiko Suwanai

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 22 Es-Dur „Der Philosoph“

Leonard Bernstein (1918–1990)
Serenade für Violine und Orchester nach Platons „Symposion“

Richard Strauss (1864–1949)
Also sprach Zarathustra

Ohne Musik sei das Leben ein Irrtum, hat Friedrich Nietzsche gesagt. Die Zuneigung des (auch selbst komponierenden) Philosophen zur Tonkunst verhallte nicht ungehört. Unter der Nietzsche-Manie der Spätromantik nimmt „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss den vordersten Platz ein. In der überwältigenden Eingangsfanfare steigt Nietzsches Priester und Religionsstifter von der Sonne herab zu den Menschen. Und zwar mit einer solch diesseitigen Emphase, dass das majestätische Motiv vom Science-Fiction-Film bis zur Bierwerbung in ganz anderen Zusammenhängen populär wurde.
Auch wenn der Beiname „Der Philosoph“ nicht von Joseph Haydn stammt, so scheint die Sinfonie Nr. 22 geradewegs in den Tempel der Weisheit zu führen. Sehr ungewöhnlich beginnt sie mit einem ernsten Dialog von Waldhörnern und Englischhörnern, unterlegt von einem „wandernden“ Motiv in den Streichern: wie ein angeregter Spaziergang von Meister und Schüler im Garten des Wissens.
In Leonard Bernsteins „Serenade“, geschrieben nach der Lektüre von Platons „Symposium“, versammelt sich gleich eine ganze Schar von antiken Philosophen. Die japanische Geigerin Akiko Suwanai, bereits 2014_2015 mit Brittens Violinkonzert bei der NPW zu Gast, übernimmt die wechselnden Rollen der Redner, die sich zwischen Speis und Trank die Köpfe heiß reden – und vor allem die Liebe preisen. Deren Loblied singt die Geige mit verführerischen Melodien und jazzigen Temperamentsausbrüchen.
(Musiktheater im Revier)

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