„Der Zigeunerbaron“
Operette in drei Akten
Johann Strauß
Premiere: 13.06.2021

Libretto von Ignaz Schnitzer nach einer Erzählung von Mór Jókai | UA 1885

Als Emigrant kehrt Sandór Barinkay nach langer Zeit ins heimatliche ungarische Banat zurück, aus dem seine Eltern dereinst fliehen mussten. Das Schloss seiner Eltern ist verfallen, die Ländereien hat sich inzwischen der reiche Schweinezüchter Zsúpan unter den Nagel gerissen. Nur die heimischen Zigeuner scheinen über den Besitz zu wachen, den Barinkay nun rechtmäßig wieder antritt. Der Plan, Zsupáns Tochter Arsena zu heiraten, schlägt fehl, denn zumindest ein Baron soll es für Arsena schon sein. Die Zigeunerin Czipra hilft Barinkay nicht nur den vergrabenen Schatz seiner Eltern zu finden, sondern ruft ihn zum Anführer der Zigeuner aus. Als „Zigeunerbaron“ verzichtet Barinkay nun gerne auf Arsena, zugunsten von Czipras Ziehtochter Saffi. So findet der Prinz seine Prinzessin, und die Operette zieht vom sumpfigen Banat direkt ins kaiserliche Wien, wo jeder das Glück findet, das er verdient.
„Der Zigeunerbaron“ ist ein romantisches Märchen in einer Zeit, in der für Märchen kaum noch Platz ist. Die Donaumonarchie mit dem Dualismus Österreich-Ungarn durchzieht nun auch die Operette mit Säbelrasseln. In Johann Strauß‘ „Der Zigeunerbaron“ sind die titelgebenden „Zigeuner“ nicht nur ein fester Teil des Landes, sondern auch klug, tapfer und treu – sehr im Gegensatz zu vielen anderen Personen der Handlung. Mit „Der Zigeunerbaron“ hat der Walzerkönig Johann Strauß endgültig die Wiener Salonoperette hinter sich gelassen und sich neuen Themen zugewandt. In letzter Zeit ist es ruhig geworden um Strauß‘ zu Lebzeiten größten und legendärsten Erfolg. Höchste Zeit für eine Neubegegnung!
(Musiktheater im Revier)

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