„Madama Butterfly“
Oper in drei Akten in italienischer Sprache mit de
Giocomo Puccini
Premiere: 20.03.2021

Musikalische Leitung: Rasmus Baumann, Julio Garcia Vico
Inszenierung: Gabriele Rech

Geschichte: Für den in Nagasaki stationierten US-Marineleutnant B. F. Pinkerton ist die Heirat mit der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, nicht mehr als ein Spiel, mit dem er seine sexuellen Sehnsüchte kurzzeitig erfüllen kann. Doch Butterfly sieht in dieser Ehe, die nach japanischem Recht monatlich aufgekündigt werden kann, die einzige Chance, aus ihrem engen Leben auszubrechen. Pinkerton zuliebe hat sie ihrer Religion abgeschworen und so den Bruch mit ihrer Familie provoziert. Drei Jahre lang wartet sie auf die Rückkehr Pinkertons, der sie schon bald verlassen hat. Als er erfährt, dass Butterfly inzwischen ein Kind hat, kehrt er nach Japan zurück, um das Kind zu sich nehmen. seiner amerikanischen Ehefrau nach Japan zurück und will das Kind zu sich nehmen … Die Konfrontation unterschiedlicher Kulturen war seit dem Erscheinen von Pierre Lotis Roman „Madame Chrysanthème“ Thema in Literatur und Musik der Jahrhundertwende. Die – vermeintliche oder tatsächliche – Unvereinbarkeit des westlichen Kulturkreises mit dem fernöstlichen wirkt wie ein Spiegelbild der imperialistischen Auseinandersetzungen jener Zeit.
„Madama Butterfly“ war Puccinis Schmerzenskind. Nach dem Flop der Uraufführung an der Mailänder Scala überarbeitete er das Werk auch dann noch, als die Neufassung auf der ganzen Welt Triumphe feierte. Die große Beliebtheit der „Butterfly“ hat dazu geführt, dass das Stück oft sentimentalisiert und seine Modernität übersehen wurde. Über weite Strecken konzentriert sich das Werk ganz auf seine Heldin, die gar nicht so zerbrechlich gezeichnet ist, wie es der titelgebende Schmetterling vorgaukelt. Musikalisch pendelt Puccini zwischen den mitreißenden Lyrismen des italienischen „melodramma“ der Jahrhundertwende und einem mit feinem Pinsel gezeichneten musikalischen Impressionismus. Sparsam eingesetzte japanische Originalthemen verleihen Puccinis beliebtester Oper ihre unverwechselbare Klangfarbe.
(Musiktheater im Revier)

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