Petra Schmidt, Martin Homrich
© Monika u. Karl Forster
„Die Sache Makropulos“
Oper in drei Akten in tschechischer Sprache mit de
Leos Janácek
Premiere: 7. Dezember 2019

Inszenierung
Dietrich Hilsdorf
Musikalische Leitung
Rasmus Baumann

Prag zwischen den Weltkriegen, eine mysteriöse Frau bringt die ent-scheidende Wendung im 100-jährigen Prozess „Gregor vs. Prus“. Die Sängerin Emilia Marty ist ein männerfressender Vamp, aber sie hat Wissen, das nur den Toten vorbehalten sein sollte: Sie nennt nicht nur den Ort, auch den Inhalt des entscheidenden Testaments kennt sie, außerdem pikante Details aus dem Liebesleben des vor 100 Jahren verstorbenen Barons, um dessen Erbe sich die Gregors und die Prus seit vier Generationen streiten. Als die Erben die Sängerin zur Rede stellen, ahnen sie nicht, dass sie keine Hochstaplerin vor sich haben, sondern den weiblichen Methusalem. Seit über drei Jahrhunderten lebt Elina Makropulos unter verschiedenen Identitäten, aber ihr bleibt nicht viel Zeit. Nur das zusammen mit dem Testament versiegelte Rezept für die Verlängerung des Lebens kann sie vor dem Tod bewahren – vorausgesetzt sie will sich erneut den Martern der Unsterblichkeit aussetzen. Die Abschaffung des Todes ist ein Traum, der die Menschen seit Urzeiten umtreibt. Der tschechische Autor Karel Capek, Erfinder des Begriffs „Roboter“, hat in seiner Krimi-Komödie „Sache Makropulos“ die Unsterblichkeit durchgespielt und eine Figur erschaffen, die nach über 300 Jahren auf der Erde buchstäblich lebensmüde ist, aber sich dennoch vor dem Tod fürchtet. Der Komponist Leoš Janácek kitzelt durch seine opulent-emotionale Musik das dramatische Potential die-ser als Komödie getarnten Tragödie heraus. Im 60. Jubiläumsjahr des Hauses kommt Dietrich W. Hilsdorf zurück ans MiR, wo er seine Laufbahn als Opernregisseur begonnen hat.
(Musiktheater im Revier)

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