„Kleiner Mann - was nun?“
Schauspiel
Hans Fallada
Premiere: 18. September 2020

Etwas Wohlstand und ein bisschen Wohnlichkeit. Der Traum des „kleinen Mannes“.
Johannes Pinneberg und seine schwangere Frau Emma, genannt „Lämmchen“, träumen ihn. Aber die Realität holt sie schnell ein. Die Wirtschaftskrise ist da, die Systeme brechen zusammen, der Traum vom Glück ist ein harter Kampf mit den schmutzigen Seiten des Kapitalismus. Johannes Pinneberg kämpft ihn aufrichtig. Und verliert. Den Job, die soziale Reputation, die Wohnung, die Würde. Auch Lämmchen trotzt den Widrigkeiten, ist Mutter, Ehefrau und sorgt mit niederen Näharbeiten für das letzte bisschen Auskommen der Familie. Vom gemeinsamen Traum bleibt außer der Liebe nichts.

Der große Börsencrash 1929 stürzte die Welt in die Krise. Hans Fallada nahm diese als Hintergrund für seinen 1932 veröffentlichten Roman. Sein Held ist ein einfacher Angestellter, der den Mächtigen grollt, aber die geballten Fäuste in den Manteltaschen lässt. Anhand seiner Geschichte stellen sich Fragen nach Verteilungsgerechtigkeit, danach, wer abgehängt wird in der Krise und wer unbeschadet durchkommt. Damals wie heute.
Babett Grube macht sich auf die Suche nach den Parallelen.
(Theater Oberhausen)

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