„(save me) not“
von Frauen und Fiktion

Premiere: 6. März 2020

Frauen und Fiktion erproben in ihrer neuen Arbeit am Theater Oberhausen physisches Empowerment als beste Verteidigung in Sachen Ohnmachtsgefühl, Vorbildabstinenz und Ungerechtigkeitsgesellschaft. Mit Humor stellen sie sich dem Mythos, dass Frauen das „von Natur aus schwächere Geschlecht“ seien. Und das Schöne ist: Alle können mitmachen. In einem Hybrid aus Theaterstück und Computerspiel wählt das Publikum verschiedene Hauptfiguren aus und nimmt ihre Perspektive ein. Als Protagonist*in durchwandert es Facetten der Rolle „Jungfrau in Nöten“ und kann mitentscheiden, welchen Verlauf der Theaterabend nimmt. In einer Zeitreise von der Antike bis heute mischen sich biografische mit fiktiven Informationen. Es entsteht eine Geschichte über wehrhaftes Handeln, in der die hilflose Jungfrau zu einer Heldin wird. Die „Jungfrau in Nöten“ wird zur Endgegnerin für eine feministische Auseinandersetzung über Gewalt, Opfer- und Täterrollen. Die schweißtreibende Performance stellt selbstermächtigte Perspektiven auf Gewalt in den Raum und bietet einen performativen Safe Space.

Frauen und Fiktion forschen seit 2014 als interdisziplinäres Team an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, um neue Räume für Gedankenexperimente zum Thema Frau-Sein zu eröffnen. Die künstlerische Praxis basiert auf dem Rohmaterial aus intensiven Recherche-Prozessen, das fokussiert, neu verknüpft und in einem außergewöhnlichen Hör- und Bildraum gesetzt wird. Mit dem Thema „Frauen und Gewalt“ setzt sich das Kollektiv schon seit längerer Zeit auseinander. In ihrer letzten Performance ‘You Are A Weapon!’ portraitierten sie Angreiferinnen, die sie durch Interviews und Trainings kennenlernten, zum Beispiel eine Kneipenwirtin, eine Anti-Aggressionstrainerin, eine MMA-Kämpferin. Zuletzt konnten sich Teilnehmer*innen des Feministischen Minifestivals „Bewegung als Widerstand“ am Theater Oberhausen in einem Workshop gemeinsam mit Frauen und Fiktion und einer Selbstverteidigungs-Trainerin selbst als Angreiferinnen ausprobieren.
(Theate Oberhausen)

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