Banafshe Hourmazdi
© Machado Rios
„Schaffen“
Schauspiel
Technocandy
Premiere: 08.02.2019

Wer keine Arbeit hat, werfe den ersten Stein

Schmetterlinge erzählen immer die eigene Vergangenheit mit: Einst waren sie Raupen und mussten auf dem Blatt rumkriechen. Nun sind sie transformiert und wunderschön. Auch in der queeren Symbolsprache ist der Schmetterling ein wichtiges Motiv: Du musst nicht bleiben, was du nie warst.
Ja, die drei Performer*innen von Technocandy sind heute Abend Schmetterlinge. Ihre Transformation ist aber nur ein erster Schritt, Kommunikation ist vielleicht der nächste. Aber all die Arbeit muss immer noch erledigt werden und das Zuckerwasser ist süß und klebrig. Technocandy schaffen in ihrem neuen Stück einen eigenen Mythos vom Arbeiten. Dazu hilft erstmal ein tiefer Blick in die Bibel! Denn ähnlich einer DNA Struktur bestimmen Arbeit und auch Gewalt unser Zusammenleben seit jeher. Oder auch: „Work is Violence“, wie die marxistisch-feministische Theoretikerin Silvia Federici sagt.
Wo wir auch hinblicken, Arbeit muss geleistet werden: um den Kopf über Wasser zu halten, auch über die Lohnarbeit hinaus.

„Schaffen“ ist ein Entwurf gegen die Vereinzelung: ein Stück über Zusammen leben, über Spalten und Heilen, über feminisierte Arbeit, über Beziehungen und über die Suche nach dem eigenen Platz.
(Schauspiel Oberhausen)

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