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Anna Bardavelidze, Jan Pröhl, Dennis Bodenbinder, Trixi Strobel
© Birgit Hupfeld

AufRuhr

Uraufführung

Schauspiel | Christine Lang, Volker Lösch und Ulf Schmidt | Grillo-Theater Essen

TEAM
Inszenierung: Volker Lösch
Bühnen- und Szenenbild, Location Scouting: Friederike Külpmann
Kostüme: Teresa Grosser
Dramaturgie: Judith Heese, Christine Lang, Ulf Schmidt
Filmregie: Christine Lang
Kamera: Dirk Lütter
Montage: Sandra Brandl
Ton: Jule Buerjes, Filipp Forberg
Musik: Ulrich Reuter

Aufgrund des Raumbühnenkonzeptes bei „AufRuhr“ sitzen die Zuschauer*innen über den gesamten Bühnenraum verteilt auf Drehhockern. Daher gilt auch während der Vorstellung die Maskenpflicht am Platz.

"Wer Visionen hat, sollte zum…“ – Sie wissen schon. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um das politische Lebensmotto des Essener Oberbürgermeisters Kühn. Denn er plant Großes: Gemeinsam mit der knallharten Investorin van Velt und der taffen Bauunternehmerin Haussmann soll es nicht weniger sein als „Essen 4.0“, ein milliardenschweres wie zukunftsweisendes Megaprojekt im Essener Norden - digital und ökologisch, komfortabel und urban. Was für Europa beispielgebend sein soll, darf nicht an den Bewohnerinnen und Bewohner des Nordens scheitern. Mit falschen Versprechungen und anderen fiesen Methoden sollen sie zur Kooperation, sprich zum Wegzug, gebracht werden. Doch die Betreffenden lassen sich nicht hinters Licht führen und weigern sich, ihre Wohnungen zu verlassen. Dank Polizei und Zwangsräumungen kann sich das Kapital wieder einmal auf die Staatsgewalt verlassen.

Doch hat die unheilige Allianz nicht mit der Widerstandskraft ihrer Bürgerinnen und Bürger gerechnet. Unter Führung der jungen Adile und mit tatkräftiger Unterstützung durch den Rentner Grube, den genialen Hacker und Blogger Dimitrij und die verwöhnte wie idealistische Lena, pikanterweise die Tochter der Bauunternehmerin, beantworten sie die Gewalt. Dabei geben sie sich nicht mehr mit der Verteidigung des Status quo zufrieden, sondern verfolgen längst weitergehende Ziele: Überwindung der sozialen Ungerechtigkeit, basisdemokratisches Zusammenleben und die konkrete Verwirklichung längst überholt geglaubter Utopien – „Die Ruhr brennt.“

Die gemeinsam von Christine Lang, Volker Lösch und Ulf Schmidt entwickelte und geschriebene Geschichte schlägt den Bogen vom historischen Vorgestern ins (un-)mögliche Morgen: In Anlehnung an den Ruhraufstand 1920, der schließlich von der Reichswehr brutal niedergeschlagen wurde, entwickeln sie eine Inszenierung, die mit einem großen Anteil Film in der konkreten lokalen Verortung das Universelle wie Utopische untersucht. Dabei ist der vielfach ausgezeichnete Regisseur Volker Lösch bei uns in Essen kein Unbekannter: unter anderem sorgte er mit „Das Prinzip Jago“ (2016) und „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ (2018) für Furore.
(Theater und Philharmonie Essen)

Gefördert von der Brost-Stiftung

Grillo-Theater Essen

Theaterplatz 11
45127 Essen

Haltestelle: Hirschlandplatz; ab Hbf U-Bahn (U 11; U17; U 18) Richtung Berliner Platz
Die Eintrittskarte berechtigt am Tag der Aufführung zur kostenlosen Hin- und Rückfahrt im gesamten VRR.

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